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Sammelkarten verkaufen: Woran sich der Wert wirklich entscheidet

Die kurze Antwort

Was eine Sammelkarte beim Verkauf bringt, hängt an fünf Dingen: welcher Spieler drauf ist, wie hoch die Auflage war, in welchem Zustand die Karte ist, ob sie professionell bewertet (gegradet) wurde und welcher Kartentyp es ist. Der Kartentyp macht dabei den größten Sprung: Eine Basiskarte aus einem großen Set ist etwas völlig anderes als eine nummerierte Parallele, eine Autogrammkarte oder eine Karte mit eingearbeitetem Trikotstück. Wer den Wert seiner Sammlung schätzen will, sollte deshalb nicht bei der Anzahl anfangen, sondern bei der Frage, was überhaupt drinsteckt. Wir kaufen ausschließlich Autogrammkarten und Karten mit getragenen Trikotstücken an. Wenn du so etwas hast, schreib uns auf Instagram an @thecardclub.de, dann sehen wir es uns an.

Faktor 1: Wer auf der Karte ist

Der offensichtliche Punkt, aber mit einer Wendung, die viele überrascht: Es zählt nicht die aktuelle Form, sondern die dauerhafte Bedeutung.

Ein Spieler, der eine überragende Saison spielt, treibt kurzfristig die Nachfrage nach seinen Karten. Fällt er ab oder wechselt in eine kleinere Liga, geht das genauso schnell wieder zurück. Karten von Spielern, deren Karriere abgeschlossen ist und deren Status feststeht, schwanken deutlich weniger.

Deshalb ist die Karte eines aktiven Talents oft volatiler als die einer abgeschlossenen Legende. Beides kann sich lohnen, aber es sind unterschiedliche Dinge.

Faktor 2: Wie viele es davon gibt

Hier trennt sich der Markt am deutlichsten.

Eine Basiskarte stammt aus dem Hauptset einer Serie und wurde in großer Zahl produziert. Sie ist der Grundstock jeder Sammlung und wechselt meist für kleine Beträge den Besitzer.

Eine Parallele ist dieselbe Karte in einer anderen Ausführung: andere Farbe, andere Veredelung, geringere Auflage. Viele Parallelen sind nummeriert, du erkennst das an einer Angabe wie „12/99“ auf der Karte. Je kleiner die zweite Zahl, desto seltener.

Eine 1/1 gibt es weltweit genau einmal. Das ist die Spitze der Seltenheitsskala.

Wenn du deine Sammlung sichten willst, ist die Nummerierung deshalb das Erste, wonach du suchen solltest. Sie steht meist auf der Vorderseite, manchmal auf der Rückseite, oft klein und in Folie.

Faktor 3: Der Zustand

Sammelkarten werden nach vier Kriterien beurteilt: Ecken, Kanten, Oberfläche und Zentrierung.

Ecken müssen scharf sein. Schon ein leichtes Stumpfen, das man nur im Streiflicht sieht, kostet.

Kanten dürfen keine weißen Stellen zeigen. Bei dunkel gerahmten Karten fällt jeder Abrieb sofort auf, deshalb sind gerade die anfällig.

Die Oberfläche muss frei von Kratzern, Druckstellen und Fingerabdrücken sein. Bei glänzenden Karten sieht man jeden Wisch.

Die Zentrierung beschreibt, ob das Bild mittig im Rahmen sitzt. Sie entsteht beim Schneiden in der Produktion, du kannst sie nicht beeinflussen, und sie ist bei hochwertigen Karten oft der Grund, warum eine Bewertung schlechter ausfällt als erwartet.

Der wichtigste praktische Rat: Sichte deine Karten nie auf einem Tisch mit Krümeln, arbeite mit sauberen Händen und fass Karten am Rand an.

Faktor 4: Ob sie gegradet ist

Beim Grading schickst du eine Karte an einen Dienstleister, der Zustand bewertet, eine Note auf einer Skala vergibt und die Karte anschließend in einem versiegelten Halter zurückschickt.

Das bringt zwei Dinge: eine unabhängige Zustandsangabe, über die sich nicht streiten lässt, und einen Schutz vor Beschädigung und Vertauschung.

Grading lohnt sich nicht für jede Karte. Der Vorgang kostet Geld und dauert, und bei einer Karte mit geringem Ausgangswert steht der Aufwand in keinem Verhältnis. Mehr dazu im Ratgeber Grading erklärt.

Faktor 5: Welcher Kartentyp

Der größte Hebel und der Punkt, an dem sich entscheidet, ob eine Karte für Ankäufer überhaupt interessant ist.

Eine Autogrammkarte trägt eine echte Unterschrift. Bei den großen Herstellern entsteht die unter kontrollierten Bedingungen, und der Hersteller steht für die Echtheit ein.

Eine Memorabilia-Karte hat ein Stück Material eingearbeitet, meist ein Trikotstück. Auch das dokumentiert der Hersteller.

Beides zusammen auf einer Karte, also Autogramm und Trikotstück, ist die Kombination, nach der am meisten gesucht wird.

Genau diese beiden Typen kaufen wir an. Reine Basiskarten und Parallelen ohne Autogramm oder Material nehmen wir nicht, unabhängig davon, wie viele es sind.

Drei Fehler, die den Preis drücken

Karten in normalen Ordnern lagern. Weichmacher in günstigen Folien greifen die Oberfläche über Jahre an. Wie es richtig geht, steht im Ratgeber Sammelkarten richtig lagern.

Karten säubern wollen. Jeder Versuch, eine Karte abzuwischen oder zu polieren, hinterlässt Spuren, die ein Prüfer erkennt. Beim Grading führt das zur Abwertung.

Nach Menge statt nach Inhalt sortieren. Tausend Basiskarten sind für einen Ankäufer weniger interessant als eine einzelne Autogrammkarte. Sortier zuerst nach Kartentyp, dann nach Nummerierung.

Wenn du verkaufen willst

Wir kaufen Autogrammkarten und Karten mit getragenen Trikotstücken an, Fußball und Basketball. Einzelne Basiskarten kaufen wir nicht an.

Der Weg: Schreib uns auf Instagram an @thecardclub.de und schick Fotos von Vorder- und Rückseite. Fotografier bei Tageslicht, ohne Blitz, und leg die Karte flach hin. Wenn eine Nummerierung drauf ist, mach zusätzlich eine Nahaufnahme davon.

Wir sehen uns das an und melden uns zurück. Was wir nicht machen: Preise am Telefon schätzen oder ohne Bilder eine Zusage geben.

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Häufige Fragen

Kauft ihr ganze Sammlungen?

Wir sehen uns gerne an, was drin ist. Interessant sind für uns die Autogramm- und Memorabilia-Karten darin. Schick uns eine Übersicht auf Instagram.

Muss die Karte gegradet sein?

Nein. Ungegradete Karten können wir genauso ansehen. Bei einer gegradeten Karte ist die Zustandsfrage nur schon geklärt.

Kann ich den Wert vorher selbst nachschlagen?

Für viele Karten findest du abgeschlossene Verkäufe auf den großen Auktionsplattformen. Achte darauf, dass du wirklich abgeschlossene Verkäufe vergleichst und nicht laufende Angebote, und dass Zustand und Nummerierung übereinstimmen.

Kauft ihr auch Karten anderer Sportarten?

Unser Schwerpunkt liegt auf Fußball und Basketball. Frag bei allem anderen einfach auf Instagram nach.

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