Woher weiß ich, dass die Unterschrift echt ist?
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Woher weiß ich, dass die Unterschrift echt ist?
Die meistgestellte Frage im Sammelkarten-Handel. Und die Antwort, die die meisten geben, ist die falsche.
Der übliche Reflex: Karte fotografieren, Unterschrift des Spielers googeln, vergleichen. Sieht ähnlich aus, also echt.
Das funktioniert nicht, und zwar aus einem Grund, den kaum jemand auf dem Schirm hat.
Warum der Bildvergleich nichts beweist
Ein Spieler unterschreibt bei einer Signing-Session hunderte Karten hintereinander. Die erste sieht anders aus als die zweihundertste. Nach einer halben Stunde wird die Signatur schneller, kürzer, flüchtiger. Das ist normal und passiert jedem.
Gleichzeitig sind Unterschriften auf öffentlich zugänglichen Fotos leicht zu finden und damit auch leicht nachzumachen. Wer fälscht, arbeitet mit demselben Referenzbild wie du.
Der Vergleich sagt dir also im besten Fall, dass jemand die Unterschrift gesehen hat. Nicht, wer sie geleistet hat.
Was tatsächlich zählt
Der Nachweis kommt nicht vom Händler und nicht von deinem Auge. Er kommt vom Hersteller der Karte.
Panini garantiert die Echtheit der Autogramme über Panini America. Topps lässt die Signierung von einem Vertreter des Unternehmens begleiten. In beiden Fällen ist die Unterschrift Teil der Kartenproduktion, nicht etwas, das jemand hinterher drauf gesetzt hat.
Auf der Kartenrückseite steht dann in der Regel ein kurzer Text, der genau dieses Verfahren beschreibt. Das ist die belastbare Aussage. Alles andere ist Einschätzung.
Vier Dinge, die du selbst prüfen kannst
Das Herstellerlogo. Ohne Hersteller keine Herstellerzusage. Eine Karte ohne Logo und ohne Serienangabe ist ein Bild.
Der Hinweistext auf der Rückseite. Bei Autogramm- und Memorabilia-Karten steht dort, wie die Signatur oder das Material zustande gekommen ist. Fehlt er, fehlt der Nachweis.
Die Nummerierung. Steht auf der Karte etwas wie 12/99, lässt sich die Serie nachschlagen und prüfen, ob es diese Karte in dieser Auflage überhaupt gibt.
Bei gegradeten Karten die Zertifikatsnummer. Die kannst du beim Grading-Anbieter nachschlagen. Details im Ratgeber Grading erklärt.
Der Unterschied zwischen direkt signiert und Aufkleber
Manche Karten sind direkt signiert, bei anderen unterschreibt der Spieler auf einem Aufkleber, der später aufgebracht wird. Beide Verfahren sind üblich und beide sind vom Hersteller dokumentiert.
Sammler bevorzugen meistens die direkt signierte Karte, weil die Unterschrift dann Teil der Karte selbst ist. Für die Echtheit macht es keinen Unterschied. Wer dir sagt, eine auf Aufkleber signierte Karte sei deshalb unecht, liegt falsch.
Was bei uns dabei liegt
In jedem Mystery Pack von The Card Club liegt garantiert ein Hit: eine handsignierte Autogrammkarte oder eine Karte mit original getragenem Trikotstück. Mit Echtheitszertifikat.
Bei der Signature Series für 99,99 € steht sogar fest, dass es eine Autogrammkarte ist. Wer gezielt eine echte Unterschrift will, ist damit richtig.
Ich kaufe jede Karte persönlich auf Card-Shows ein, nicht blind beim Großhändler. Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, was später in einem Pack liegt.
— Taner Karul, The Card Club
Mehr dazu im Ratgeber Autogrammkarte oder Trikotstück. Es gilt dein gesetzliches Widerrufsrecht, Einzelheiten in der Widerrufsbelehrung.
